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         Als ich ging
und Mondlichtweiß deinen Schatten
auf den Boden legte
ich mich ein letztes Mal umsah
deine Augen meinen Blick zärtlich küssten
Tränen über das Antlitz flossen
und dein Verlangen leis sich abwandte
von meinem Gefühl
war ich einen Moment noch im Weil
was du mir gesandt
und werde still nun
bewegt sein auf dem Pfad
zur Erinnerung 


Bild und Text © Annabel

       













                             














da liegt schon
dieser Abend
im Sterben
möglich, dass
gerade er in jenen Momenten
alle Gedanken verdrängt
das Ich und Ich
und Sein
und du
längst Gewohnheit geworden
unabkömmlich zur Stund und Zeit
bist mir vor den eigenen Augen
verschwunden - Leben
atmend
aus dem Fenster geklettert
schräg über unser Dach
in den Schein der Sterne 





Text und Bild © Annabel
      
















                                          Irgendwann weicht man zurück
                                                   und weiß kein Wort 
                                              zum reden fehlt die Stille 

                                                © Annabel, 3.12.2004


















Weißt du noch
wie wir uns liebten
auf Mooskissen
die Lichtung in der Tiefe des Waldes... 

bleiben, dachte ich
wie Schritte auf gefrorenem Boden
und ruhen wie Äste
verzweigt in wunderbarer Ummalung
im Schlaf des Abends 

umgarnt vom Immerwieder
höre ich von fern
dieses leise Knistern des Herbstfeuers
im Schlurfen von Füßen
im Laub
wie Wolkenschatten
gleitend über Wiesen und Felder 

manchmal noch 

decken mich liebend
blausilberne Morgennebel zu
wenn ich an dich denke

Text und Bild © Annabel
  



















  



















1972 geboren, gelernte Restaurantfachfrau, lebt in Sachsen. Bisher eine Ausstellung: 'Hinter Glas', lyrische Bilder von Annabel, einige Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien.
"Schreiben und zeichnen - ohne das könnte ich nicht sein."  


http://www.annabel-lyrikundzeichnungen.de