Als ich ging und Mondlichtweiß deinen Schatten auf den Boden legte ich mich ein letztes Mal umsah deine Augen meinen Blick zärtlich küssten Tränen über das Antlitz flossen und dein Verlangen leis sich abwandte von meinem Gefühl war ich einen Moment noch im Weil was du mir gesandt und werde still nun bewegt sein auf dem Pfad zur Erinnerung
da liegt schon dieser Abend im Sterben möglich, dass gerade er in jenen Momenten alle Gedanken verdrängt das Ich und Ich und Sein und du längst Gewohnheit geworden unabkömmlich zur Stund und Zeit bist mir vor den eigenen Augen verschwunden - Leben atmend aus dem Fenster geklettert schräg über unser Dach in den Schein der Sterne
Weißt du noch wie wir uns liebten auf Mooskissen die Lichtung in der Tiefe des Waldes...
bleiben, dachte ich wie Schritte auf gefrorenem Boden und ruhen wie Äste verzweigt in wunderbarer Ummalung im Schlaf des Abends
umgarnt vom Immerwieder höre ich von fern dieses leise Knistern des Herbstfeuers im Schlurfen von Füßen im Laub wie Wolkenschatten gleitend über Wiesen und Felder
manchmal noch
decken mich liebend blausilberne Morgennebel zu wenn ich an dich denke
1972 geboren, gelernte Restaurantfachfrau, lebt in Sachsen. Bisher eine Ausstellung: 'Hinter Glas', lyrische Bilder von Annabel, einige Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. "Schreiben und zeichnen - ohne das könnte ich nicht sein."