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(von Polly und Markus)

Wenn Ewigkeit
kein Ende
findet
auch keinen
Anfang hat
fehlt ihr ein
Dazwischen 

Wie soll
ich das begreifen
ich lebe hier
doch nur
dazwischen 
                     
     meine Zwillingsmädchen Ronja und Vår mit Aline  
Meine Gedanken, deine Worte,
lieber Freund.
                                            
 














Früher habe ich ab und zu in ein Freundschaftsbuch geschrieben. Heute sind es meine Mädchen, die Freundschaftsbücher mit nach Hause bringen. Dort schreiben sie rein was sie gerne essen, welche Musik sie mögen, ihre Lieblingsbeschäftigung oder das Lieblingsfach in der Schule.

Mein Lieblingsfach war Mathematik. Zahlen fand ich irgendwie faszinierender als Buchstaben. Während meine grosse Schwester las, hab’ ich Rechnungen kreiert, Autokennzahlen zusammengezählt, Gleichnisse gesucht, geteilt, addiert und subtrahiert. Für mich gab es eine Art Magie darin zu entdecken. Philosophie in Zahlen?

...vielleicht deshalb mein grosses Interesse für Symbole?...  vielleicht liegt deshalb das Buch ‚Kartengeheimnis’ von Jostein Gårder zuoberst im Bücherregal..?  ...vielleicht freue ich mich deshalb über die gefundenen Worte anderer...?

So haben wir uns kennengelernt, Markus und ich. Er fand die Worte, die ich so verzweifelt gesucht hatte. Er redete im Radio und meine Seele rief: ja, ja, ja. Genau so. Genau so hätte ich es auch gesagt, hätten sich die Buchstaben richtig eingereiht. Hätten sie sich richtig eingegliedert in meine Zahlenkombinationen.  

Unsere Freundschaft basiert also auf Zahlen, Buchstaben und einem Forum.
 

Lieber Markus

Du bist mein Freund. Ein Freund, der mich versteht. Mich und meine Mathematik. Und wenn du mich mal nicht verstehst, dann fragst du nach. Aber eigentlich knackst du immer meine wirren Zahlencodes. Einfach, weil du als Freund vom Positiven ausgehst. Du suchst nicht nach negativen Verschlüsselungen in mir. Du gehst davon aus, dass das, was ich sagen möchte, gut ist. Du hörst auf den Regenbogenengel, zumal du weißt, dass ich auch Forumhexlein bin. Und darum fühle ich mich bei dir geborgen. Für das kleine Pollyhexlein bist du ein wertvoller Freund geworden.

Was ich auch besonders an dir schätze, ist deine Offenheit. Ein Freund nimmt mich so, wie ich bin. Doch erwarte ich von einem Freund auch, dass er mir meine Schwächen aufzeigt und vergibt. Und natürlich sollte er/sie im umgekehrten Fall auch bereit sein, Kritik entgegenzunehmen. Das tust du, lieber Freund.




Von nun an     

werd ich
Ver-rückt-heit
in mir mögen
angstfrei
mit ihr tanzen 

Von nun an

darf ich
Normales
überstolpern
ohne
Sturz ins Leere 

Von nun an

mal ich
in Spiegel
ein lustiges
buntes
Lachfaltenbild

Von nun an

singt mir
die Seele
Melodien von
neuem
Leben leben 
                
                         Stickerei "Schottland", ©  1992, Pollyanna
Denn du
bist bei mir

von nun an… 

© Markus P. Baumeler 
     





Der Lehrer sagte zur Mutter, ihr Sohn sei halt ein Träumer. Und er könnte viel mehr, wenn er nur wollte.

„Sie machen mich sehr stolz“, sagte die Mutter. – Nein, das sagte sie natürlich nicht. – Eigentlich schade. – Aber sie tat etwas. Etwas, das mehr zählt als Worte. Sie liess dem Jungen seine Träume.

© Markus P. Baumeler


















            
gehalten werden 

das einzige
was du dir wünschtest 

gehalten werden 

nun sitz ich hier
auf der trockenen erde
blumen, kerzlein, murmeln
ein stein
verziert mit zwei figuren
die sich halten 

          
auf dieser trockenen erde
sitze ich
und das einzige
was ich mir jetzt wünsche 

gehalten werden.

Bild und Text:
© Pollyanna




















Ein Menschentrunk aus Eidgenossen- und Wikingerblut.

Mami von Ronja und Vår, Frau von Tore.

Ich liebe die Liebe, Menschen, Natur, Musik, schätze Begegnungen, Zeit, soziales Engagement, Humor. Meist tanze ich meine(n) Hexenlust/frust raus... und ab und zu entsteht ein Gedicht.

            
               ein Jugendbild von Mama und Papa


     poellchen@bluewin.ch