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             Am Horizont
dort wo die kalte Erde
die Morgenröte umarmt
wächst die Hoffnung.

Heimlich schmunzelnd
verneigt sich der Mond
vor der Liebe
streichelt sein sanfter Blick
die reifende Frucht.

© Wolfgang Scholmanns

Bild: © Annabel   














Früh angeschnittene Knospe,
schweigend spricht jetzt
dein Blumenkelch zu dem Stein,
der einst deine Farben trank.

Lange blühte auch er,
der nun ruht unter
sehnsuchtsgetränkten Staubfäden.
Im Nichts der Nacht
fand er keine Sterne. 

© Wolfgang Scholmanns














              Strahlendes Licht
war dein Gruß
an das Leben,
welches so bald
mit der
Dunkelheit tauschte.
Konnte nicht lange
sein Leuchten
dir geben,
wich schnell
der Nacht,
die im
Eiswinde rauschte.

Schicksale färbten
schnell deinen Geist,
warfen
den Glauben,
die Freuden zurück,
zeigten dir
hämisch lachend,
was untergehen heißt,
lähmten dein Hoffen,
die Gedanken an Glück.

 
Traumgeschwärzt
deine Tage,
die schlaflosen Nächte,
weilst jetzt
im Dunkel,
bei nagender Angst.
Schreist nach
dem Tod,
der den Frieden
dir brächte,
siehst im Spiegel
des Schattens,
wie du
zitterst und bangst.

Lauernd
spinnt der Tod Fäden,
seine
Knochenhand winkt,
ruft die
verlorene Seele.
Hörst
frohlockend Erlösung,
die vom
Lichte dir singt
und den
Strick löst
von dürstender Kehle.

Versunken in Gedanken an meinen verstorbenen Vater

© Wolfgang Scholmanns














  














Zärtlich fing der
milde Strahl
der Sonne
zwei Augenpaare.

Regenbögen,
die schimmernd auf
ihren Lidern tanzten,
legten sanft
ihre Farben
in die Nebel
der Sehnsucht. 

© Wolfgang Scholmanns















So friedlich
und still
dort wo der
warme Wind
das Schilf
streichelt.
Lächelnd ruht
mein Blick
auf dem
Antlitz
des Mondes
das von
dem Spiegel
des Wassers
getragen
die Zweifel
auf dem Weg
zum Ziel
ertrinken lässt. 

© Wolfgang Scholmanns
               


















Geboren 1958 in Wesel am Niederrhein und lebe auch heute noch dort. Angestellter im öffentlichen Dienst. Publikationen in der Schweiz (Anthologie "Gedankenreisen") und in Deutschland (Zeitschrift und Lokalradio). Mitinitiator der Lyrikveranstaltung - lyrices & tales - die im Juli 2004 an den Start ging. Nach Lust und Laune beschäftige ich mich noch ein wenig mit der Philosophie und lese gerne die Gedichte alter deutscher Meister.


      http://stillersee.blog.de/